Haushalt 2024 verabschiedet – Es wird investiert, was notwendig ist.

Der Verwaltungshaushalt 2024 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 6.439.961 € ab. Zum Vergleich: Der Verwaltungshaushalt 2023 schloss in Einnahmen und Ausgaben mit 5.634.850 € ab. Im Verwaltungshaushalt sind die wiederkehrenden, laufenden Kosten der Gemeinde Großenseebach abgebildet.

Der größte Posten an den Verwaltungsausgaben ist der Personalkostenanteil (33 %). Mit der Tariferhöhung zum 01.03.2024 sind in diesem Jahr entsprechend höhere Personal- und Personalnebenkosten für die 36,0 Stellenanteile der in der Gemeinde Großenseebach Beschäftigten zu planen. Auch die Kreisumlage ist gestiegen von 1.346.160,53 € im Vorjahr auf nunmehr 1,5 Mio. € (23 % des Verwaltungshaushalts).

Den größten Anteil an den Einnahmen im Verwaltungshaushalt machen die Einkommensteuer (rund 2,3 Mio. €) sowie die Gewerbesteuer (rund 700.000 €) und die Schlüsselzuweisung (rund 564.000 €) aus.

Der Haushalt muss ausgeglichen sein. Um den Verwaltungshaushalt auszugleichen, war planmäßig weder eine Entnahme noch eine Zuführung notwendig.

Im Vermögenshaushalt sind einmalig anfallende Ausgaben abgebildet, neben Ausgaben für Investitionen z. B. auch Planungskosten für diese Investitionen. Der Vermögenshaushalt 2024 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3.632.600 € ab. Der Vermögenshaushalt 2023 hatte in Einnahmen und Ausgaben ein Volumen von 2.475.300 €.

Die Gemeinde Großenseebach steht vor einer Reihe an „Pflichtaufgaben“, die es zu erfüllen gilt. Dazu zählen:
• Planung und Umsetzung von Sanierungen im Bereich Entwässerung und Abwasser (rund 690.000 €)
• Planung des Anbaus für die Mittagsbetreuung zur Umsetzung der Offenen Ganztagsschule: verpflichtende Einführung ab dem Schuljahr 2026/27 für Erstklässler, bis 2029 für alle Grundschülerinnen und Grundschüler (200.000 €)
• Planung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses (150.000 €)
• Investitionen für PV-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden (300.000 €)
Erwerb von Grundstücken für die Erweiterung des Gewerbegebiets und als Vorratsmittel zur Wohngebietserweiterung (1.500.000 €) Anmerkung: Diese Ausgaben werden in den nächsten Jahren durch den Verkauf der erschlossenen Flächen als Einnahmen in die Gemeindekasse zurückfließen.

Ein Ausgleich des Vermögenshaushaltes konnte nur durch eine hohe eingeplante Rücklagenentnahme erfolgen (rund 2.162.000 €). Damit reduzieren sich die Rücklagen zum Jahresende 2024 auf rund 2,5 Mio. €.

Auf Grund der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre ist es möglich, dass nicht alle geplanten Maßnahmen im Kassenjahr 2024 vollständig umgesetzt werden können und damit nicht alle Ausgaben auch tatsächlich getätigt werden.

Die Gemeinde Großenseebach ist weiterhin schuldenfrei.

Ein Gedanke zu „Haushalt 2024 verabschiedet – Es wird investiert, was notwendig ist.

  • 7. August 2025 um 21:17
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    Liebe Mitglieder von MfG
    Die Kommunen sind klamm wie noch nie, so wurde vor ein paar Wochen in den Medien verkündet.
    Auch Großenseebach ist betroffen, hatten wir vor 5 Jahren noch ein Guthaben von ca 4 Millionen, sind es jetzt nur noch ca 2,5 Millionen Euro.
    Im Laufe der nächsten Jahre sollen sogar Schulden von bis zu 8 Millionen aufgenommen werden. Ursache sind unter anderem die sogenannten Pflichtaufgaben: Neubau Feuerwehrgerätehaus und ein neuer Anbau für die offene Ganztagesschule.
    Wenn ein Haushalt in so eine Lage gerät, hat er 3 Möglichkeiten:
    1.Einnahmen erhöhen
    2.Ausgaben reduzieren
    3.Schulden machen
    Zu 1: Zusätzliche Einnahmen generieren, damit macht man sich keine Freunde, aber mit entsprechenden Argumenten könnte man vielleicht einen 5 stelligen Betrag erzielen.
    Zu 2: Hier wäre das Potential am höchsten, ein 7 stelliger Betrag wäre möglich wenn man nicht alles das machen will, was möglich ist , sondern nur das, was unbedingt notwendig ist. Und dazu gehören nicht nur die Baukosten sondern auch die Personalkosten der Gemeinde.
    Hier Einsparungen durchzusetzen ist am schwierigsten, alle wollen Ihren Besitzstand bewahren, niemand will einen Schritt zurückgehen. Aber Hand aufs Herz, im privaten Bereich funktioniert es ja auch wenn es sein muss, warum nicht dem dem Geld unserer Bürger?
    Zu 3 Schulden machen ist natürlich am bequemsten, Zinsen und Tilgung gehen gerne mal in anderen Summen unter und wer weis. was in 10 oder 20 Jahren ist.
    Langer Rede kurzer Sinn, ich bin der Meinung, wir sollten alle 3 Möglichkeiten ins Auge fassen und dabei einen vernünftigen Mittelweg finden.
    Konkrete Vorschläge zu Punkt 1 und 2 hätte ich jede Menge, aber über die Machbarkeit, über die Vorteile und auch die Nachteile sollten wir in aller Ruhe diskutieren bevor uns dieses Thema vielleicht bei der nächsten Bürgermeisterwahl aufgezwungen wird.

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